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KAMENZ

Die lustigen Witwen aus "Nedderknöfel"

KATRIN KUNIPATZ

Vier gut aussehende und immer gut gelaunte Witwen buhlen in Nedderknöfel um die Gunst des strafversetzten Wachtmeisters Manfred Görgen (M.). Dessen Mitarbeiter (l., Günter Haberstroh) in der Polizeidienststelle hat trotz des gut gefüllten Friedhofs der Ge | privat

"Willkommen in Nedderknöfel" heißt der zweite Streich des Kamenzer Amateurtheaters. Regisseur Günter Haberstroh lobt den schwarzen Humor des Kriminalschwanks und seine Darsteller.

"So professionell wie möglich" will Günter Haberstroh auch die zweite Inszenierung des Kamenzer Amateurtheaters auf die Bühne bringen. Sie trägt den Titel "Willkommen in Nedderknöfel". Premiere ist am Samstag, 7. Januar. Für Haberstroh, fünf weitere Darsteller und eine Souffleuse heißt es dann für insgesamt drei Vorstellungen: Vorhang auf.

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Gespielt wird der Kriminalschwank auf der Bühne im Kamenzer Stadttheater. Hier sind die Voraussetzungen sehr gut, weiß Haberstroh. Gute Licht- und Tontechnik braucht es auch, um das Publikum zu begeistern und dem eigenen Anspruch gerecht zu werden. Der 60-Jährige ist gebürtiger Kamenzer und in Königsbrück aufgewachsen. Theaterspielen – auf der Bühne oder als Regisseur im Hintergrund – gehört für Günter Haberstroh seit seiner Jugend einfach dazu. Viele Jahre blieb es Freizeitbeschäftigung. Erst in den 80er Jahren studierte der gelernte Maler- und Lackierer an der Kunstakademie Dresden und bekam die staatlich anerkannte Berufszulassung als Programmgestalter, Spielmeister und Solist.

Termine für die Auftritte des Kamenzer Amateurtheaters:
Gespielt wird "Willkommen in Nedderknöfel", im Stadttheater Kamenz, jeweils 19.30 Uhr, am: Samstag, 7. Januar, Samstag, 28. Januar, Samstag, 11. Februar.
Karten gibt es in der Kamenz-Information auf dem Schulplatz 5 in Kamenz oder unter Telefon (03578) 379-205

Grundlagen und Erfahrungen, die er als Regisseur und Autor ins Ganztagsangebot in die Kamenzer Grundschule am Forst einbrachte. Es folgte die Zusammenarbeit mit der Kreativitätspädagogin Ina Riedel, die 2009/10 ein Theaterprojekt im Haus der Begegnung umsetzte. Auf Bitten von Kulturdezernent Harald Reinhard gründete Günter Haberstroh das Amateurtheater Kamenz. Michaela van Tankeren ist in der ersten Inszenierung "Oh Gott, oh Gott" dabei. Das Stück verfasste Haberstroh selbst, schließlich gab es nur eine kleine Anschubfinanzierung für die Theatergruppe. Doch die Aufführung war gut besucht und bekam gute Kritiken. Die Einnahmen wurden in Text und Kostüme für die neue Inszenierung investiert.
"Der Mangel an Männern macht es nicht leicht passende Stücke zu finden", berichtet Günter Haberstroh. Der schwarze Humor des neuen Stücks "Willkommen in Nedderknöfel" von Andreas Kroll kommt den vier Damen und zwei Herren sehr entgegen.
Nedderknöfel ist ein Dorf in dem überraschend viele junge hübsche Witwen leben. Und genau dorthin wird Wachtmeister Görgen aus der Stadt Frankfurt strafversetzt. Der mürrische Beamte jedenfalls will versuchen das dunkle Geheimnis der Gemeinde und ihrer immer fröhlichen Bewohner zu lüften.

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