Appenzeller Zeitung (Schweiz)

Fest der Jugend in der Flawiler Reithalle

Viele Zuschauer kamen in die Reithalle zum Fest der Jugend.

Flawil. Drei Tage lang stand Flawil ganz im Zeichen der Jugend, die mit einem beeindruckenden Fest der Kreativität zum Flawiler 1150-Jahr-Jubiläum beitragen sollte.

Bernard Marks

«Man könnte doch viel mehr Theater und Musik in der Flawiler Reithalle spielen», dachte sich so mancher Besucher beim Fest der Jugend, das im Rahmen des Flawiler 1150-Jahr-Jubiläums als Monatsanlass am vergangenen Wochenende stattfand. Die Reithalle war an drei Tagen gut besucht von Jugendlichen und vielen Eltern, die vielleicht das erste Mal die verborgene Talente ihrer Kinder zu sehen bekamen. Leider fehlten an diesem Tag die Flawiler Lehrer, denn von ihnen fanden sich nur wenige zu dem Anlass ein. Das ist schade, denn wenn sich Kinder und Jugendliche auf die Bühne begeben, dann zeigen sie vielleicht ein ganz anderes Gesicht als im normalen Schulunterricht.

Theater und Musik

Denn Kreativität kennt keine Grenzen – und das war auch das Motto des Festes der Jugend. Die jugendlichen Schüler Flawils standen am vergangenen Wochenende im Mittelpunkt des Geschehens in der Flawiler Reithalle. Drei Tage lang konnten die Besucher viele tolle Attraktionen rund um Musik und Theaterschauspiel bestaunen. Das Flawiler Musiklager-Orchester 2008 eröffnet am Freitagabend mit einer musikalischen Europareise den festlichen Anlass der Musikschule. Mit wunderschönen Melodien entstand eine heimelige Atmosphäre in der Reithalle. Der Samstag stand ganz im Zeichen des 4. Jugendtheater-Tages Flawil. Gegeben wurde ab eine Krimi-Sketch-Show über Entführer, Kunsträuber, Profikiller und andere Gesellen. Der Titel der Aufführung: «Das Böse, nein, es ruht und rastet nicht» von Andreas Kroll. In aufwendig produzierten Videoaufnahmen traten jeweils zu Beginn eines neuen Aktes die Schauspieler als Moderatoren auf. Das Theaterstück erwies sich als spannend, packend gespielt und sehr unterhaltsam. Die Schauspieler zeigten ein tolle Leistung. Den Abschluss des dreitägigen Jugendfestes bildet am Sonntag das 7. Jugendband-Festival «All Open». Acht Jugendbands verschiedener Musik- und Kantonsschulen traten in der Reithalle auf. Besonders die Big Band der Kanti Wattwil überzeugte die Besucher mit tollem Sound. Auch die Band «Tiger» von der Musikschule Fürstenland war ein Abräumer. Ausserdem begeisterte die «Chain Gang» und die Gruppe «Mirror» von der Musikschule Flawil.

Im Mittelpunkt stehen

«Jugendliche brauchen Komplimente», denkt und meint Urs C. Eigenmann, der Regie und die Gesamtleitung für das Theaterstück hatte sowie die Bands der Flawiler Musikschule leitet. Dabei sollen Jugendliche das Gefühl haben, im Mittelpunkt zu stehen und vielleicht über sich hinauszuwachsen. Ein Anlass wie das Fest der Jugend ist also vieles mehr als nur ein bunter Konzert- und Theaterabend – er motiviert die Jugendlichen und das ist positiv.

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