General-Anzeiger-Bonn

Erfrischend anders - Laientheatergruppe führt "Dopplereffekt" in Merl auf 
MECKENHEIM-MERL. Zehn Laien-Darsteller des Theaters in der Arche bringen den "Dopplereffekt" in Meckenheim-Merl auf die Bühne. Die sieben Frauen und drei Männer zwischen 40 und 60 Jahren proben bereits seit dem Ende der letzten Sommerferien - und kämpfen mit dem Lampenfieber. 

Ein vergnüglicher Abend erwartet die Besucher in Merl mit (von links) Uwe Schüffelchen, Sabine Kölsch, Wolfgang Ulrich, Eva Schmitz-Ulrich, Angelika Simon und Susanne
Sie glaubt ans Schicksal, er an Bohnen mit Speck; sie übt sich in Serviettentechnik, er sich im Stepptanz. Und beide versuchen, ziemlich viele Dioptrien voreinander zu verbergen: So ein "Blind Date" ist eben ein Überraschungspaket - genau wie der ganze "Dopplereffekt" von Andreas Kroll, in Szene gesetzt vom Theater in der Meckenheim-Merler Arche. Einen vergnüglichen Abend der erfrischend anderen Art verspricht die Theatergruppe des Evangelischen Kirchenzentrums bei ihren diesjährigen Aufführungen.

Seit Ende der Sommerferien proben die zehn Laien-Darsteller - sieben Frauen und drei Männer im Alter zwischen 40 und 60 Jahren - jede Woche fleißig und mit viel Vergnügen am neuen Stück. Mit von der Partie ist übrigens auch wieder Schreibmaschine "Elise", Requisit der ersten Stunde.

Unter der Gesamtleitung von Sabine Kölsch wirken alle Mitspieler auch diesmal wieder bei Regie und Bühnenbild mit. Sie sind ein eingespieltes Team: Bereits 2001 formierte sich auf Initiative des Gemeindemitarbeiterkreises ein fünfköpfiges Ensemble, das sich längst erweitert hat und nun der zwölften Inszenierung entgegenfiebert.

Und Lampenfieber ist immer noch dabei - "ohne Ende", wie Kölsch lachend bekräftigt. "Die Adrenalin-Ausschüttung ist ja fester Bestandteil des Vergnügens", findet Uwe Schüffelchen, der sich früher nie vorstellen konnte, selbst auf der Bühne zu stehen - und der den Spaß nun nicht mehr missen möchte. Zu sehen ist er im aktuellen Stück als zweifelhafter Glücksbote samt Kuh und dem ironischen Schlachtruf: "Treue lohnt sich!" - dem das geneigte Arche-Publikum freilich ganz ohne Ironie zustimmen kann.

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