Sauerland Kurier

Eine bunte Kulisse zwischen 'Tratsch' und 'Kontaktanzeige' brachte Theaterstimmung. Petra Zimmermann und Beate Berg waren zwei von elf Akteurinnen der kfd-Theatergruppe. Foto: Michaela Kleinsorge

Tratschweiber und Seebär

Im 100. Jubiläumsjahr der kfd Grevenbrück feiert das "Theater für jedermann" mit einigen Überraschungen an drei Abenden in insgesamt sechs Vorstellungen.

Die Laienschauspielgruppe der kfd Grevenbrück startete am vergangenen Freitag in der Janusz-Korczak Schule ihr Theaterwochenende. Jeweils zwei Vorstellungen an drei Abenden lieferten Gags und Lachsalven.

Bei Zwiebelkuchen, Moselweinen und Weinberglikör verwöhnten die Theater-Damen ihr Publikum in den Pausen zwischen Schwank und Komödie.

Der Premierenabend am Freitag begann mit einem Schwank in zwei Akten nach Klaus Fröbs "Ein Tratschweib wird aufs Kreuz gelegt" und offenbarte die Rachegelüste eines Ehepaares, welches sich genötigt sieht, der neugierigen Nachbarin auf lustige Art und Weise einen Denkzettel zu verpassen. Die anschließende Komödie von Andreas Kroll "Auch Omas brauchen Liebe" zeigte die Konsequenzen einer Kontaktanzeige auf, wenn sich plötzlich ein Graf, ein Seebär, durchgedrehte Künstler oder verwirrte Schuldirektoren um die Gunst der kontaktfreudigen Agnes bemühen. Deren Freundinnen Thea, Frieda und Martha leisten gerne beratenden Beistand ... mit Folgen für das Damen-Quartett. Auch in diesem Jahr wurden alle Männerrollen von den Frauen der Theatergruppe gespielt. Die Möbel wurden von der Firma Lingemann gesponsert. Die Tontechnik übernahmen Dietmar Schulte und Karsten Thöne.

Elf Akteurinnen und zwei Souffleusen beteiligten sich an beiden Vorstellungen mit viel Spielfreude und Engagement und wurden mit tosendem Applaus von ihrem Publikum gefeiert.

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